Rio de Janeiro

La Cidade Maravilhosa

Katja Klammer

Die Bewohner Rios nennen ihre Stadt „la Cidade Maravilhosa“, die wunderschöne Stadt. Das ist kaum verwunderlich. Rio liegt am Meer, schließt aber auch Berge und Waldgebiete ein. Rio de Janeiro ist eine Megastadt und die zweitgrößte Stadt Brasiliens. Hier gibt es Reichtum, aber auch Armut, Letzteres insbesondere in den Favelas. Doch überall sprüht die Lebensfreude, und das nicht nur zum weltbekannten Carnaval do Rio.

Rio de Janeiros Sehenswürdigkeiten

Das vermutlich bekannteste Wahrzeichen Rio de Janeiros ist der Zuckerhut. Der knapp 400 Meter hohe Granitfelsen thront auf einer Halbinsel. Auf den Zuckerhut geht es zu Fuß oder mit der Seilbahn. Oben angekommen, breitet sich die Stadt in aller Schönheit vor dem Betrachter aus, wenn nicht gerade der Nebel dazwischenkommt.

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die Christusstatue (Cristo Redentor). Sie ist 30 Meter hoch und steht auf einem  Sockel auf dem Berg Corvocado. Von hier aus überblickt sie die ganze Stadt. Wer den Corvocado erklimmt, wird mit einem weiteren umwerfenden Ausblick belohnt.

Wahrzeichencharakter haben auch die beiden Stadtteile Copacabana und Ipanema, vor allem deren gleichnamige Strände sind weltberühmt. Ipanema ist zudem eines der teuersten Viertel der Stadt.

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Strand in Copacabana -
© Panthermedia/marchello74

Santa Teresa ist das Künstlerviertel Rios. Viele Häuser stammen aus der Kolonialzeit. Dazu gibt es enge Gassen mit schönen Restaurants, Geschäften und Ateliers. Auf dem Weg nach Santa Teresa kann man auch die berühmte bunte Selarón-Treppe (Escadaria Selarón) hinaufsteigen. Sie wurde von Jorge Selarón mit Fliesen in ein Farbenspektakel verwandelt. In Santa Teresa fährt eine alte gelbe Straßenbahn (Bondinho), die mittlerweile schon Kultstatus hat.

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Die alte Straßenbahn (Bondinho)
©Panthermedia/Xeniya Ragozina

Rio de Janeiro hat, obwohl riesige Metropole, viel wunderschöne Natur zu bieten. Dazu gehören unbedingt der Botanische Garten (Jardim Botânico) und der Regenwald Tijuca, der zugleich ein Nationalpark ist. Es ist eines der größten urbanen Waldgebiete weltweit mit herrlichen kleinen Wasserfällen.

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Karte von Rio de Janeiro

In der Metropole gibt es schließlich beeindruckende Architektur zu bewundern. Exemplarisch sei hier auf die Catedral Metropolitana und das Theatro Municipal hingewiesen. Die Catedral ist 75 Meter hoch und ähnelt einer Pyramide. Im Inneren ziehen u. a. die farbigen Glasfenster die Blicke auf sich. Das Theater gilt als eines der schönsten und bedeutendsten in Brasilien. Der Bau ist von der Opéra Garnier in Paris inspiriert.

Rio de Janeiro und die Sprache

In Rio de Janeiro wird brasilianisches Portugiesisch gesprochen. Gibt es Unterschiede zum europäischen Portugiesisch? Ja, die gibt es. Das beginnt bereits bei der Aussprache. Das brasilianische Portugiesisch wird allgemein als melodiöser, wohlklingender empfunden, da Konsonanten weicher gesprochen und Vokale betont werden. Beim Wortschatz gibt es teilweise unterschiedliche Wörter für dieselbe Sache, z. B. heißt  Straßenbahn in Brasilien bonde (oder verniedlicht bondinho, wie in Santa Teresa), in Portugal (carro) eléctrico. Die Rechtschreibung unterscheidet sich ebenfalls in einigen Punkten, beispielsweise wird U-Bahn in Brasilien metrô geschrieben, in Portugal metro. Schließlich ist auch die Grammatik nicht ganz identisch, z. B. beim Gebrauch der verschiedenen Pronomen.


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Der Zuckerhut - ©Panthermedia/marchello74
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