Geografisches
Kampanien ist eine Region in Süditalien, die (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden) an die Regionen Latium, Molise, Apulien und Basilikata grenzt. Im Westen Kampaniens erstreckt sich das Tyrrhenische Meer. Im Innern Kampaniens erheben sich die Apenninen mit bis zu 2.000 Metern Höhe. Sie reichen im Süden recht weit an das Meer heran, so dass sich dort eine Steilküste gebildet hat. Im Norden ist Kampanien dagegen recht flach.
Neapel - Archäologisches Museum
Zentrum der Region ist Neapel, einer der größten Ballungsräume Italiens. In Neapel gibt es eine lebendige Altstadt, interessante Museen, sowie einige Burgen (Kastelle) zu besichtigen. Da wäre zunächst das Archäologische Nationalmuseum zu nennen. Besucher können dort Kunst- und Alltagsgegenstände aus griechischer, römischer und altägyptischer Zeit bestaunen. Das Museum hat eine der größten antiken Kunstsammlungen Italiens. Außerdem zeigt das Archäologische Nationalmuseum Artefakte der untergegangenen Städte Pompeji und Herculaneum.
Die Altstadt
Die Altstadt von Neapel wird von einer langen und schmalen Straße, Spaccanapoli, in zwei Teile geteilt. Hier können sich Besucher einfach durch die vielen kleinen Straßen und Gassen treiben lassen. Eine der schönsten und leider auch überlaufensten Seitenstraßen ist die Via San Gregorio Armeno, in der es sehr schöne Krippenfiguren zu sehen und zu erwerben gibt.
Castel Sant'Elmo
Bei einem Aufenthalt in Neapel sollte man aber auch das Castel Sant’Elmo besichtigen. Es liegt auf einem Hügel und hat die Form eines sechseckigen Sterns. Von dort hat man einen herrlichen Blick über die Altstadt und das Meer. Wem der Aufstieg zu beschwerlich ist, erreicht das Kastel auch über eine Seilbahn.
Kloster Santa Chiara
Abschließend sei noch das Kloster Santa Chiara aus dem 14. Jahrhundert erwähnt. Es ist die Grablege der Könige von Neapel und Sizilien. Im Innern des Klosters finden sich schöne Fresken mit Darstellungen aus dem Alten Testament.
Pompeji
Aber auch in der Nähe von Neapel gibt es Interessantes zu sehen. Die römische Stadt Pompeji wurde 79 n. Chr. durch einen Ausbruch des Vesuv zerstört. Doch unter der dicken Ascheschicht blieben viele Ruinen und Artefakte gut erhalten, die auch heute noch zu besichtigen sind. Dazu zählen das Forum der Stadt, das Große Amphitheater, der Marktplatz und die Thermen sowie die Basilika und der Tempel des Apollon.
Villa Oplontis
Ebenfalls in der Nähe von Neapel liegt die sehr schöne römische Villa Oplontis, die besichtigt werden kann. Herculaneum ist dagegen eine weitere Ausgrabungsstätte, in der ebenfalls gut erhaltene römische Bauwerke zu sehen sind.
Amalfi-Küste
Die Amalfi-Küste im Süden Kampaniens zählt zu den touristischen Hotspots Italiens. An dieser Steilküste entlang führt eine der schönsten Panoramastraßen der Welt. Sie ist etwa 65 Kilometer lang und bietet spektakuläre Blicke auf das Meer und die schönen Küstenorte. Doch Vorsicht! Sie ist auch sehr schmal, kurvenreich und dicht befahren. Für Autofahrer stellt sie eine große Herausforderung dar.
Positano und Amalfi
Entlang der Amalfi-Küste liegen viele schöne kleine Orte und Städte. Dazu zählt Positano, das mit seinen farbigen Häusern, die terrassenförmig angelegt sind, besticht. Amalfi, das der Küste seinen Namen gibt, wurde bereits im 9. Jahrhundert gegründet. Hauptattraktion ist der Dom. Die Innenstadt zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Salerno
In Salerno können Besucher den wunderschönen Giardino della Minerva besichtigen, einen Terrassengarten, in dem Heilpflanzen angebaut werden. Außerdem sind der schöne Dom und die Arecchi-Burg lohnende Ziele für Besucher.
Capri
Zum Schluss sei noch auf Capri verwiesen. Die Insel liegt im Golf von Neapel. Wegen ihrer Traumstrände war sie schon bei den Römern ein beliebter Erholungsort und wird auch heute von vielen Touristen aus aller Welt besucht.
