Jerusalem

Die Wiege dreier Weltreligionen

Katja Klammer

Jerusalem ist lebendige Geschichte, die Wiege dreier Weltreligionen, aber bis heute auch Gegenstand politischer Diskussionen. Die Stadt ist ein Schmelzpunkt dutzender Nationalitäten und Sprachen. Jerusalem ist eine spannende Stadt mit faszinierenden Sehenswürdigkeiten, von denen einige im Folgenden zusammengestellt sind.

Sehenswürdigkeiten

In Jerusalem ist die Vergangenheit Gegenwart. Das spürt man besonders in der Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Viele der historischen Sehenswürdigkeiten sind hier versammelt. Die Altstadt unterteilt sich in das armenische, das jüdische, das muslimische und das christliche Viertel. Außerdem wird sie von einer Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert umschlossen, in die wiederum acht Stadttore eingelassen sind.

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Die Altstadt
© Panthermedia/delray77

Der markanteste Punkt der Altstadt ist sicherlich der Tempelberg. Auf ihm steht, mit seiner goldenen Kuppel weithin sichtbar, der Felsendom. Es ist überliefert, dass der Prophet Mohammed von hier aus seine Himmelfahrt angetreten hat. Auf dem Tempelberg befindet sich außerdem die al-Aqsa-Moschee, welche ebenfalls zu den bedeutendsten Moscheen der Welt gehört.

Im jüdischen Viertel steht das bedeutendste jüdische Heiligtum, die Klagemauer. Bis heute beten Menschen hier und stecken Zettel mit Gebeten ins Mauerwerk. Die Klagemauer ist jedoch gewissermaßen nur die Spitze des Eisbergs. An der Klagemauer verläuft der Klagemauertunnel, in welchem die nicht freigelegten Teile der Klagemauer besichtigt werden können.

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Gebete an der Klagemauer
© Panthermedia/rglinsky

Im christlichen Viertel ist das christliche Heiligtum der Grabeskirche zu finden. Sie steht am Ort, an dem der Überlieferung nach Jesus gekreuzigt und beerdigt wurde. Im Inneren beherbergt sie u. a. die Grabeskapelle und den Salbungsstein.

An ein dunkles Kapitel jüdischer Geschichte erinnert die Gedenkstätte Yad Vashem. Das weitläufige Areal widmet sich dem Gedenken der Opfer des Holocaust. Dafür sind ein Museum und mehrere Gedenkstätten eingerichtet.

Im Westen Jerusalems befindet sich das Israel-Museum, welches das Nationalmuseum des Landes ist. Ein wichtiger Teil des Museums ist der Schrein des Buches. Architektonisch erinnert er an ein weißes Rundzelt. Im Schrein des Buches werden bedeutende Schriftrollen aufbewahrt, darunter auch Qumran-Schriftrollen.

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Karte von Jerusalem.

 

Jerusalem und seine Sprachen

In Jerusalem wohnen Menschen verschiedener Nationalitäten zusammen. Viele Einwanderer zieht es nach Jerusalem, wo sie teilweise ihre Herkunftssprache weiter pflegen. Neben Hebräisch (Amtssprache) und Arabisch ist auch Englisch allgegenwärtig. Da viele russische Einwanderer in Israel und Jerusalem leben, hört man auf der Straße auch oft Russisch. Daneben gibt es weitere (Minderheiten-)Sprachen, die aber entsprechend eher selten zu hören sind, z. B. Französisch, Spanisch oder Jiddisch.

 

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Der Tempelberg in Jerusalem - © Panthermedia/sepavone
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