Eliezer Ben-Jehuda

Der Vater des modernen Hebräisch

Katja Klammer

Das moderne Hebräisch (Ivrit) wäre vielleicht ohne Eliezer Ben-Jehuda nicht Wirklichkeit geworden. Ben-Jehuda wurde am 07. Januar 1858 unter dem Namen Eliezer Jitzchak Perlman im heutigen Weißrussland geboren. Seine Familie war jüdisch-orthodox, er selbst wandelte sich während seiner bewegten Kindheit und Jugend eher zum Freidenker.

Ben-Jehuda ging 1878 nach Paris, um Medizin zu studieren. Hier entwickelte er u. a. die Idee, Hebräisch zur Alltagssprache zu machen, d. h. sie nicht allein auf den Gebrauch im religiösen Bereich zu beschränken. Dies und seine politischen Positionen veröffentlichte er unter dem Pseudonym Eliezer Ben-Jehuda.

Ben-Jehuda entschloss sich schließlich, im heutigen Israel leben zu wollen, wo er 1881 mit seiner frisch angetrauten Ehefrau einreiste. In Jerusalem wurde er Dozent und schrieb für eine hebräische Literaturzeitschrift.

Er setzte sich für den Unterricht auf Hebräisch ein, sprach mit seinen Kindern Hebräisch und forschte an der hebräischen Sprache sowie der Neuschaffung von Wörtern, um Hebräisch alltagstauglich zu machen. Er verfasste ein mehrbändiges Wörterbuch des Hebräischen und gründete die Akademie für die Hebräische Sprache. 1922 wurde auf Ben-Jehudas Fürsprache hin Hebräisch zur Amtssprache im damaligen britischen Mandatsgebiet, neben Arabisch und Englisch.

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