Québec

Die frankophone Stadt in Kanada

Katja Klammer

Québec ist ein Stückchen Europa mitten in Nordamerika. Es ist die einzige befestigte Stadt auf dem Kontinent nördlich von Mexiko und stolz auf seine frankophone Kultur. Vor allem im Winter entfaltet Québec seinen vollen Charme und es zählt zu den beliebtesten nordamerikanischen Städten. Einige Gründe dafür sind im Folgenden zusammengestellt.

Québec und seine Sehenswürdigkeiten

Die Altstadt Québecs (Vieux-Québec) mit ihren bis heute erhaltenen Befestigungsanlagen zählt zum UNESCO-Welterbe. Hier fühlt man sich plötzlich nach Frankreich versetzt, was u. a. an der besonderen Architektur liegt. Als Lehre aus den Großbränden in der Geschichte der Stadt durften schließlich nur noch Häuser mit Bruchsteinmauern errichtet werden, nach französischem Vorbild. Immerhin ist Québec eine der ältesten bekannten französischen Siedlungen in Nordamerika. In der Altstadt sind auch die meisten Sehenswürdigkeiten versammelt.

Gründungsort der Stadt ist Place Royale. Hier ließ  Samuel de Champlain 1608 das erste Gebäude errichten, die Habitacion de Québec. Am Platz steht zudem die Kirche Notre-Dame-des-Victoires.

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Place Royale
© Panthermedia/Pilon (YAYMicro)

Im Süden schließt sich der Stadtteil Petit Champlain an. Besonders charmant ist deren Rue du Petit-Champlain. Im Winter wird die historische Geschäftsstraße üppig dekoriert und illuminiert und so zum romantischen Wintermärchen.

altstadt Französisch - Québec - Spracheninstitut Universität Leipzig
Petit Champlain
© Panthermedia/Camerico

Der wohl am meisten fotografierte Ort Québecs ist jedoch das monumentale Château Frontenac. Es prägt die Skyline der Stadt und ist deren bekanntestes Wahrzeichen.  Château Frontenac ist heute ein Luxushotel. Es grenzt an die berühmte Dufferin-Terasse, eine Aussichtsterrasse mit herrlichem Blick auf den Sankt-Lorenz-Strom.

Kultur ist in Québec aber nicht nur Architektur. Das größte Museum der Stadt ist das Musée national des beaux-arts du Québec. Hier werden Werke hiesiger Künstler ausgestellt sowie solche, die Québec zum Thema haben.

Das wohl am häufigsten besuchte Museum ist das Musée de la civilisation. Hier erfahren Besucher etwas über die Ureinwohner und die Kulturgeschichte  Québecs.

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Karte von Québec

Québec und seine Sprache

Die meisten Einwohner Québecs sprechen Französisch als Muttersprache. Bemerkenswert ist jedoch, dass es sich dabei um einen Regiolekt handelt, um das sogenannte Québecer Französisch (le français québécois). Es wird auch in der übrigen Provinz Québec und weiteren Provinzen Kanadas gesprochen.

Vor allem in der Umgangssprache unterscheidet er sich vom Französischen Frankreichs, wie es z. B. in Deutschland gelehrt wird. Beispielsweise wurden viele Wörter aus dem Englischen entlehnt oder lehnübersetzt, wie bei franz. „travail“ (Arbeit) und qu. Franz. „job“ oder frz. „dentifrice“ (Zahnpasta) und qu. Franz. „pâte à dents“ (von engl. tooth paste). Auch in der Grammatik gibt es ein paar Unterschiede.

Die Ursache liegt in der Geschichte Québecs. Es ist, wie oben erwähnt, eine der ältesten bekannten französischen Siedlungen in Nordamerika. Sie stand jedoch auch lange unter britischem Einfluss und war von Frankreich lange isoliert.

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Château Frontenac - © Panthermedia/Maridav
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