Guy Fawkes Night

Freudenfeuer in Großbritannien

Katja Klammer

Wir schreiben den 5. November 1605. Es ist noch früh am Morgen. Die Fässer voller Schießpulver sind, unter Holzscheiten und Kohlen versteckt, im Keller des Parlamentsgebäudes eingelagert. Guy Fawkes wartet bei den Fässern, um mit einer kleinen Flamme das gesamte Parlament und den König James I. in die Luft zu jagen. Er denkt zurück an die geheimen Treffen, an Robert Catesby und die anderen Gefährten, mit denen er diese Tat seit dem vergangenen Jahr geplant hat.

Doch dann kommt es ganz anders. Ein Warnbrief an ein Parlamentsmitglied ist aufgetaucht, der lange geplante „Gunpowder Plot“ fliegt auf. Guy Fawkes wird ergriffen, „red-handed“ im Keller beim Schießpulver …

So gehen nicht die Schießpulverfässer und das Parlament in Flammen auf, sondern Freudenfeuer, mit denen die Untertanen das Überleben des Königs feiern. Diese „Bonfires“ werden bis auf den heutigen Tag in der „Bonfire Night“, wie der Feiertag auch heißt, entzündet. Für die Freudenfeuer werden Puppen gebastelt, der „Guy“, und im Freudenfeuer verbrannt. Vielerorts gehört zur richtigen Bonfire Night außerdem das Feuerwerk. Vor allem in London sind diese überaus spektakulär.

Und noch etwas hat sich seit jener Zeit bis heute erhalten: Vor jedem State Opening of Parliament, der feierlichen Eröffnung der Sitzungsperiode des Parlaments, durchsuchen die Yeomen of the Guard mit einer Zeremonie die Keller des Westminster-Palastes.

Nebenbei: Die heute bekannte Guy-Fawkes-Maske geht auf den Zeichner David Lloyd zurück, der zusammen mit Alan Moore den Comic „V for Vendetta“ schuf und sich beim Entwurf von Guy Fawkes inspirieren ließ.

 

m_lagerfeuer Englisch - Guy Fawkes Night - Spracheninstitut Universität Leipzig
Freudenfeuer - © PantherMedia / thakala
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