Zur Einführung
Wales ist ein Landesteil von Großbritannien. Es grenzt im Osten an England und im Westen an die Keltische und Irische See. Wales ist kulturell und geschichtlich von der keltischen Kultur geprägt. Deshalb finden sich dort viele sehenswerte Menhire, Dolmens und andere Megalithbauten. Erst Ende des 13. Jahrhunderts wurde das Land vollständig von den Engländern erobert. Im 16. Jahrhundert erfolgte die vollständige Eingliederung in England. Das englische Recht wurde in Wales eingeführt. Im 19. Jahrhundert wurde Wales wegen der vorhandenen Kohlevorkommen stark industrialisiert. Seit dem 20. Jahrhundert gibt es in Wales eine starke Unabhängigkeitsbewegung, die sich u.a. für die Wiederbelebung der keltischen Sprache in Wales einsetzt.
Burgen und Nationalparks
Doch was macht Wales für Touristen interessant? Da sind zunächst die über 600 Burgen zu nennen. Die berühmtesten sind Cadigan Castle, Powis Castle und das Cardiff Castle. Diese Burgen sind teilweise restauriert und können besichtigt werden. Neben den Burgen sind 3 Nationalparks von beeindruckender Schönheit zu nennen. Der Eryri-Nationalpark im Norden ist bekannt für seine spektakulären Bergketten. Der Pembrokeshire-Nationalpark im äußersten Südwesten ist dagegen eher maritim geprägt. Der Banneau_Brycheiniog-Nationalpark im Südosten beeindruckt durch seine vielen Wasserfälle und Hochmoore.
Bangor
Bangor in Nordwales ist die älteste walisische Stadt mit einer sehr schönen gothischen Kathedrale. Im Innern der Kirche gibt es Eichenschnitzereien aus dem 15. Jahrhundert zu besichtigen. Das Penrhyn Castle, im 19. Jahrhundert erbaut, hält im Innern eine große Kunstsammlung für Besucher bereit. Außerdem gibt es hier einen sehr schönen Schlossgarten. Eine weitere Attraktion der Stadt ist die große Holzmole aus dem 19. Jahrhundert, die einen halben Kilometer ins Meer ragt.
St. Davids
Doch auch die kleinste Stadt von Wales, St. Davids, ist einen Besuch wert. Zum einen gibt es hier die St. Davids Cathedral aus dem 12. Bis 14. Jahrhundert zu besichtigen. Zum anderen lassen sich von St. Davids aus Bootstouren aufs Meer unternehmen, um Papageintaucher, Wale oder Delfine zu beobachten.
Der Wales Coast Path
Für Freunde des Wanderns sei der Wales Coast Path genannt. Er führt über 1.400 Kilometer (!) über die gesamte walisische Küste. Dem Wanderer erschließen sich einzigartige Blicke von der Steilküste aufs Meer.
