Scottish Highlands

Wo Schottlands Seele zu Hause ist

Die schottische Seele lässt sich vielleicht in den Scottish Highlands am besten erleben. Der Einfluss Englands war hier geringer, so dass sich bis heute kulturelle Besonderheiten erhalten haben. Wer an Schottland denkt, hat meist die Highlands vor Augen.

Die Sehenswürdigkeiten

Die Highlands sind der nordwestliche Teil Schottlands. Sie sind bis heute nur dünn besiedelt und kaum bewaldet. Sie bestehen aus zahlreichen rauen Bergen (Munros). Dazwischen liegen heidekrautbewachsene Täler (Glens) und viele Moore. Die Hauptstadt ist Inverness.

Die vielleicht faszinierendste Sehenswürdigkeit der Highlands ist die Natur selbst. Hier befindet sich der höchste Berg Großbritanniens, der Ben Nevis. Die Wandertouren haben es in sich, aber wer den Berg bezwingt, wird mit wunderschönen Ausblicken belohnt. Keine Berge ohne Täler. In den Highlands gibt es viele sehenswerte Glens. Das vielleicht schönste Tal ist Glen Coe im Westen der Highlands.

Zu den Highlands gehören außerdem die Lochs (Seen). Berühmt ist natürlich Loch Ness, der zweitgrößte See in Schottland, in dessen Tiefen das Ungeheuer „Nessie“ leben soll. Auch Schottlands größter See, Loch Lomond, befindet sich im Hochland auf der Grenze zu den Lowlands. Er gehört zu einem Naturschutzgebiet, dem Loch Lomond and the Trossachs National Park. Der See ist so schön, dass er sogar in romantischen Liedern besungen wird. Das Ufer ist umsäumt von Hügeln, Eichenwäldern und idyllischen Wanderwegen.

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Das Eilean Donan Castle

© PantherMedia / bukki88

 

Die Highlands sind berühmt für ihre Burgen. Zu den bekanntesten gehört Eilean Donan Castle am Loch Duich. Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert, wurde jedoch im 18. Jahrhundert gesprengt und im 20. Jahrhundert. rekonstruiert. Die Burg liegt im Loch Duich und ist nur über eine Landzunge mit dem Ufer verbunden. Bei Flut liegt die Landzunge sogar unter Wasser. Cineasten kennen die Burg als Kulisse in Filmen wie „Highlander“ und „Braveheart“.

Aus der Filmwelt ist ein weiteres Bauwerk der Highlands bekannt: das Glenfinnan-Viadukt, nun auch bekannt als „Harry-Potter-Brücke“. Über diese rattert der Hoghwarts-Express zur Zauberschule. Das Viadukt führt durch das wunderschöne Glen Shiel und weist Pfeiler von bis zu 30 Metern Höhe auf. Es fahren heute noch Personenzüge über das Viadukt, darunter die Museums-Lok Jacobite Steam Train. Das Viadukt endet am kleinen Ort Glenfinnan. Hier erinnern ein Monument und ein Museum an die Jakobiteraufstände.

Der Whisky

Neben der Natur und der historischen Architektur sind die Highlands berühmt für ihren Whisky. In den vielen Destillerien werden Whiskys von ganz unterschiedlichen Nuancen erzeugt. Häufig sind fruchtig-kräftige Sorten, die oft in Sherry-Fässern aus Eichenholz reifen – und viel Zeit brauchen, bis sie reif für den Genuss sind. Mindestens drei Jahre müssen es sein. Slàinte mhath („Gute Gesundheit“ bzw. „Zum Wohl“)!

Die Highland Games

Zu den Highlands gehören auch die Highland Games. Bei diesen Sportveranstaltungen tummeln sich Gäste und Touristen und schauen den besonderen Disziplinen zu, z. B. dem Baumstammwerfen, dem Hammerwerfen oder dem Tauziehen. Zu den Highland Games gehören auch Tanz und Musik mit dem Dudelsack. Auch dabei werden Wettkämpfe um die besten Dudelsackspieler und Tänzer ausgetragen. Eines der bekanntesten Highland Games ist das Braemar Gathering. Es steht unter der Schirmherrschaft der britischen Königsfamilie und findet im September statt.

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Schottisches Gälisch

In Schottland wird vor allem in den Highlands schottisches Gälisch gesprochen. Man geht heute von etwa 60.000 Sprechern aus. Und das, obwohl Ende des 18. Jahrhunderts im Zuge der Jakobiteraufstände viel Aufwand betrieben wurde, das schottische Gälisch zu unterdrücken. Im 19. Jahrhundert durfte mit der Anglisierung der Highlands und der Einführung der Schulpflicht Schottisch-Gälisch in der Schule nicht verwendet werden.

Das schottische Gälisch gehört zu den keltischen Sprachen und wurde von Siedlern aus Irland mitgebracht. Es ist somit mit dem Irischen verwandt, hat sich jedoch seither zu einer eigenen Sprache entwickelt. Es ist eine der drei offiziellen Sprachen in Schottland, neben Englisch und Scots. Sie ist heute häufig im Alltag präsent: auf Straßenschildern, teils im Rundfunk, in den Gesprächen der Einheimischen. Es gib inzwischen auch einige Schulen, in denen die Unterrichtssprache zumindest teilweise schottisches Gälisch ist.

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