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Im Porträt

Großbritannien

Katja Klammer

Ein Land, vier Nationen

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland – die Briten nennen ihr Land oft schlicht „UK“ (United Kingdom). Großbritannien ist ein Inselstaat und besteht aus der Hauptinsel Großbritannien, dem Norden der Insel Irland und zahlreichen kleineren Inseln, wie z. B. den Shetlandinseln. Das Land ist in vier Landesteile gegliedert: England, Wales, Schottland und Nordirland. Großbritannien ist eigentlich ein Land aus vier Nationen in politischer Union. Und jede hat ihre Besonderheit. Übrigens: Die Flaggen von England, Schottland und Nordirland übereinander bilden den Union Jack.

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Quairing-Berge auf der Isle of Skye (Schottland)
© PantherMedia / Chris DeSilver

Schottland

Eine der Besonderheiten Schottlands ist die wunderschöne, bisweilen raue und manchmal fast mythisch anmutende Natur. Das gilt ganz besonders für die Highlands, die nordwestliche Region Schottlands. Die Landschaft ist eher zerklüftet mit rauen Bergen, Tälern voller Heidekraut, Mooren und den berühmten „Loch“ genannten Seen. Am bekanntesten ist sicher Loch Ness, der größte See ist jedoch Loch Lomond. Die Highlands sind nur dünn besiedelt, doch gibt es hier wunderschöne Burgen, wie Eilean Donan Castle, und teilweise noch die gesellschaftliche Struktur der Clans. Außerdem wird in dieser Region der größte Teil des weltbekannten schottischen Whiskys gebrannt. Und nicht zuletzt sind die Highlands bekannt für die Braemar Highland Games, bei denen z. B. das berühmte Baumstammwerfen stattfindet. An die Highlands schließen sich die Central Lowlands an. Sie sind der am dichtesten besiedelte Teil Schottlands. Hier liegen auch die wichtigsten Städte, wie die Hauptstadt Edinburgh, Sitz des schottischen Parlaments, oder Glasgow. Den Süden Schottlands bilden schließlich die Southern Uplands, eine Bergregion, die jedoch weit sanfter ist als die Highlands.

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Carew Castle in Pembrokeshire (Wales)
© PantherMedia / Jiri Vondrous

 Wales

Wales im Westen Englands ist der kleinste Landesteil Großbritanniens. Dafür hat die Region eine schöne Küstenregion mit Steilküsten und langen Stränden zu bieten. Die Hauptstadt Cardiff ist im Süden an der Küste gelegen. Im Landesinneren ragen die Gebirgszüge der Cambrian Mountains. Ein Großteil der Fläche von Wales wird übrigens von den drei Nationalparks eingenommen. In Wales zeigt sich noch heute seine wechselvolle Geschichte an der hohen Burgen-Dichte. Doch ein walisisches Kulturgut wird besonders gepflegt, die walisische Sprache, welche neben Englisch Amtssprache in Wales ist.

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Giant's Causeway (Nordirland)
© PantherMedia / Chris DeSilver

Nordirland

Auch in Nordirland zeigt sich die Schönheit der Natur der „grünen Insel“. An der Küste, nur ca. 80 km von der Hauptstadt Belfast entfernt, gibt es außerdem ein ganz besonderes Naturwunder: den Giant’s Causeway, inzwischen UNESCO-Welterbestätte. Millionen Jahre alte Basaltsäulen ragen bis zu 12 Meter auf. Das Besondere ist ihr vier- bis achteckiger Querschnitt. Und natürlich die Legende, dass der Riese Fionn mac Cumhaill diesen Damm erbaut haben soll. Nordirland ist geprägt von Bergketten, wie die Mourne Mountains, von Mooren und Seen, Lough genannt. Der größte See der britischen Inseln, der Lough Neagh, befindet sich auf nordirischem Boden. Und wer einfach mal einen draufmachen möchte, fährt nach Belfast oder nach Derry/Londonderry, freilich ohne dort die Altstadt und Stadtmauer auszulassen.

England

England nimmt unter den vier Landesteilen durchaus eine besondere Stellung ein. Historisch hatte es lange eine Vormachtstellung im Land. Es ist der größte der vier Landesteile und in England befindet sich die politische und kulturelle Hauptstadt, London, zugleich der Sitz der königlichen Familie. Der Süden Englands ist u. a. berühmt für seine Kreideküste, die malerische Landschaft Cornwalls, herrliche Parks und Gärten und natürlich Stonehenge. Mittelengland ist bis heute ein wichtiger Industriestandort. Trotzdem gibt es in der sanft hügeligen Mitte Englands den Nationalpark Peak District – und den berühmten Sherwood Forest! Der Norden Englands zeigt sich bergiger. Besucher schätzen hier ganz besonders den Lake District – und die vielen Schlösser. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählt jedoch der Hadrian‘s Wall, ein römischer Grenzwall, der in Teilen bis heute erhalten ist.

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© PantherMedia / Claudio Divizia

Die Sprache

Die am weitesten verbreitete Sprache im Vereinigten Königreich ist Englisch. Daneben gibt es die regional amtlichen Sprachen Schottisch-Gälisch, Scots, Ulster Scots, Irisch, Walisisch und Kormisch. Daneben bringen auch die Einwanderer, u. a. aus den Gebieten des Commonwealth, ihre Sprachen mit.

Englisch ist aber auch nicht gleich Englisch. Manchmal sind die verschiedenen Akzente, wie der Londoner Cockney-Akzent, eine kleine Herausforderung. Als Standard(aussprache), Received Pronounciation genannt, gilt das Oxford English, heute oft auch als BBC English bezeichnet.

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Zahlen und Fakten:

Flagge 1200px-flag_of_the_united_kingdom.svg Englisch - Im Porträt - Spracheninstitut Universität Leipzig
Offizieller Name United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland
Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II:
Amtssprache Englisch, regional: Kornisch, Irisch, Schottisch-Gälisch, Scots, Walisisch
Hauptstadt London
Weitere grpoße Städte Birmingham, Glasgow, Liverpool, Bristol, Manchester, Sheffield, Leeds, Edinburgh
Bevölkerung reichlich 66 Mio.
Fläche ca. 245.000 km2
Währung Pfund Sterling (1 EUR = 0,89 GBP) (Stand 15.08.2018)
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Tower Bridge.
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